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Keramiker/in

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Keramiker/in

Beim Töpfern heißt es zupacken, kneten und in die vollen gehen - mit Leib und Seele, Kreativ wie auch körperlich. Schöpferische Kraft geht durch die Hände direkt in den Werkstoff Ton. Aus einer unförmigen Masse entstehen die schönsten Gegenstände. Zum Gebrauch oder zur Dekoration: Vasen, Schalen, Tassen, Teller, Krüge, Ofenkacheln, Gartenkeramik, Relief, Wandverkleidung und alles. was an persönlichen Ideen entwickelt oder nach Kundenwunsch kunstvoll gefertigt wird. Es dauert eine Weile, bis man den Dreh an der Drehscheibe raus hat, die Kunstgriffe und -kniffe beherrscht. Um so mehr erfüllt es dann mit Freude, seine Werke -vielleicht sogar nach eigenem Design geformt- vorzustellen. Auch bei den weiteren Arbeitsgängen sind geschickte, sensible Hände erforderlich. Etwa beim Glasieren oder bei der Keramikmalerei. Hier wird mit Phantasie und Farbe originell gestaltet. Durch das Brennen werden Gegenstände aus Keramik beständig gegen Witterungseinflüsse und verlieren nichts von ihrem Gebrauchsnutzen. In der modernen Technik dient gebrannte Keramik häufig als hochbelastbarer Werkstoff. In diesem Beruf kann also jeder seine eigene Persönlichkeit entfalten.

Kategorie

Glas, Papier, Sonstige

Voraussetzungen

  • gute Handgeschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Einfallsreichtum für visuelle Effekte
  • Kenntnisse in Rechnen/Mathematik
  • Fertigkeiten in Malen und Zeichnen

Ausbildungsdauer

3 Jahre (36 Monate)

Ausbildungsinhalt

  • Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Kenntnisse des Ausbildungsbetriebes
  • Handhaben, Pflegen und Instandhalten der Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen
  • Anfertigen und Umsetzen von Entwürfen
  • Aufbereiten keramischer Rohstoffe zu Massen
  • Drehen und Formen einfacher Rohlinge
  • Ausführen einfacher Gipsarbeiten
  • Garnieren und Nachbearbeiten von keramischen Rohlingen
  • Zusammensetzen und Aufbereiten von Glasuren, Engoben und Farben
  • handwerkliches Veredeln keramischer Oberflächen
  • Trocknen und Brennen
  • Handhaben und Prüfen von Halb- und Fertigwaren
  • Zusätzlich in der Fachrichtung Scheibentöpferei:
  • Freidrehen
  • Ein- und Überdrehen
  • Abdrehen
  • Henkeln
  • Garnieren und Nachbearbeiten
  • Zusätzlich in der Fachrichtung Baukeramik:
  • Konstruieren von Baukeramik
  • Formen vom Blätterstock
  • Formen vom Massestrang
  • Freidrehen von Baukeramik
  • Modellieren von Baukeramik
  • Herstellen von Modellen und Gipsformen
  • Fertigmachen von Baukeramik
  • Zusätzlich in der Fachrichtung Dekoration:
  • Entwickeln von Dekoren
  • plastisches Dekorieren
  • flächiges Dekorieren durch Engobieren
  • Glasieren und Malen
  • Dekorieren mit Hilfsmitteln

Weiterbildung

Meister im Keramiker-Handwerk Techniker in der Fachrichtung Keramik Betriebswirt des Handwerks

Besonderheiten

Die Ausbildung zum Keramiker erfolgt in den Fachrichtungen: Scheibentöpferei Baukeramik Dekoration