20.10.2011

Azubi-Knigge

Du hast deinen Traumjob, aber nur auf Probezeit? Jetzt bloß keine Fehler machen. Wir verraten euch, was ihr machen müsst, damit der Übergang von der Testphase zur Festanstellung reibungslos verläuft. In drei Teilen helfen wir euch durch wichtige soziale Spielregeln. Diesmal geht’s um euer Auftreten und den Umgang mit Kollegen.

Die Erfolgsfaktoren

Ganz wichtig sind die soziale und die fachliche Kompetenz. Das heißt: Im Miteinander solltet ihr durch eure kooperative, offene und einfühlsame Art hervorstechen. Natürlich darf das Fachwissen nicht fehlen. Die richtige Mischung aus fachlichem Können und sozialem Umgang entscheidet über die Verlängerung deiner Probezeit.

Die Casting-Show

Ihr meint, es wäre gewagt, die Probezeit mit einem Casting zu vergleichen? Dann passt mal auf: Ab dem ersten Ausbildungstag steht ihr im Mittelpunkt. Es wird darauf geachtet, wie ihr auf Fehler reagiert. Haltet ihr Blickkontakt? Seid ihr selbstbewusst? Unsere Tipps: Habt keine Angst, etwas falsch zu machen, ihr sollt den Beruf ja erst lernen. Zeigt euch offen und kooperativ, denn unerwünscht sind verschlossene Einzelkämpfer.

Der erste Eindruck zählt ...

...und zahlt sich aus. Aufrechter Gang, Blickkontakt und ein Lächeln auf den Lippen sichern euch einen guten Start. Begrüßt den Geschäftsführer mit einem kräftigen Händedruck und die Kollegen mit einem freundlichen „Guten Morgen“. Wenn ihr dann noch gängige Umgangsformen wie „bitte“, „danke“ und „Entschuldigung“ vor Nervosität nicht verwerft, wächst die Sympathie für euch. Über die Firma solltet ihr euch vorab informieren um die Geschichte des Unternehmens und den Namen des Chefs zu kennen. Außerdem brennen sich kleine Aufmerksamkeiten, wie das Aufräumen des Arbeitsplatzes oder der Einkauf von Kaffeenachschub für die Abteilung, positiv ins Gedächtnis der Kollegen ein.

Smalltalk

In der Mittagspause und auf Betriebsfeiern bleibt Zeit für einen kleinen Tratsch. Stellt keine geschlossenen Fragen wie: „Finden Sie nicht auch, dass Himbeeren besser schmecken als Brombeeren?“ Sondern formuliert offen: „Wann fahren Sie dieses Jahr in den Urlaub?“ Mögliche Themen sind Familie, Haustiere, Reisen und Hobbys. Vermeiden solltet ihr allerdings unpassende Themen wie Tod, Politik oder eure finanzielle Situation.

Im nächsten Teil der Serie helfen wir euch mit Ratschlägen zum Thema Fettnäpfchen, Kritikfähigkeit und dem passenden Outfit.