20.02.2012

Vorsicht bei Twitter, facebook & Co.

Twitter, facebook & Co. bieten unglaublich viele Möglichkeiten mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben und sich über die neuesten Infos auszutauschen. Die Anwendung ist ein Kinderspiel: einfach einloggen und los geht's!

Infos sammeln leicht gemacht!

Hilfreich sind die sozialen Netzwerke auch, wenn man sich z. B. über den heimlichen Schwarm informieren möchte. Ist er/sie gerade Single? Und wo geht er/sie heute Abend hin?
Je nach Einstellung der Privatsphäre des Accounts kann man sich auch als nicht registrierter Nutzer einen Überblick über eine Person verschaffen. Die einfache Google-Suche liefert hier ebenfalls nützliche Informationen.

Achtung: auch Arbeitgeber nutzen soziale Netzwerke!

Wie leicht man sich über die sozialen Netzwerke ein Bild über eine bestimmte Person machen kann, wissen allerdings auch die Arbeitgeber! Viele Arbeitgeber sürfen regelmäßig auf facebook & Co.
Gerade wenn es um die Auswahl der passenden Bewerber für einen Job oder einen Ausbildungsplatz geht, spielen die Informationen über den Bewerber auf den sozialen Netzwerken eine immer größere Rolle.

Der erste Eindruck zählt - auch im Netz

Bei der Bewerbung in einem Unternehmen ist es selbstverständlich, dass man einen guten Eindruck hinterlassen möchte. Ihr werft euch in Schale und schaut vorher nochmal fix beim Frisör vorbei - schließlich möchtet ihr seriös und kompetent auftreten.

Genau so, wie ihr euch Gedanken über euer Auftreten beim Bewerbungsgespräch macht, solltet ihr euch überlegen, welchen Eindruck ihr im Netz hinterlasst!
Natürlich kommt es beim ausgelassenen Feiern hin und wieder zu witzigen / peinlichen Fotos. Diese strahlen aber alles andere als Kompetenz und Zuverlässigkeit aus. Es empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen zu checken, ob ihr die eigenen Postings, Kommentare und Bilder wirklich der Öffentlichkeit präsentieren solltet!
Hilfreich ist dabei auch das sogenannte "Ego-Googeln" (= seinen eigenen Namen googlen). So findet ihr schnell heraus, was andere über euch erfahren können und wo ihr evtl. noch vergessene peinliche Kommentare stehen habt, die ihr besser entfernen solltet.

Ende der Ausbildung wegen facebook-Eintrag

Es ist gerade mal ein halbes Jahr her, dass die Medien über den Fall einer Frisör-Auszubildenden berichtet haben. Die 18-jährige Auszubildende habe sich bei ihrem Arbeitgeber krank gemeldet und die Zeit für Urlaub und Feiern genutzt. Auf ihrer facebook-Seite habe sie laut Frank H. Schröder (Anwalt des Arbeitgebers) den Satz "Ab zum Arzt und dann Kofferpacken" gepostet.

Dieser Fall zeigt, wie leichtfertig viele mit ihren Äußerungen bei facebook, Twitter & Co. umgehen. Davon abgesehen, dass bei Krankheit jegliche Unternehmungen, die nicht gesundheitsfördernd sind, unterlassen werden sollten, haben negative Äußerungen, Beleidigungen und Beschwerden über Job, Freunde, Familie und Arbeitskollegen nichts im Internet verloren!

Müsst ihr eurem Frust doch einmal Luft machen, dann atmet kurz durch und wendet euch anschließend im direkten Gepräch an eure Freunde oder Bekannten!

Das Internet vergisst nicht...

Nicht nur im Hinblick auf Job, Ausbildung oder Berwerbung solltet ihr darauf achten, wie ihr euch in der Öffentlichkeit präsentiert. Auch für eure Zukunft ist es wichtig sich zweimal zu überlegen, ob ihr das Bild oder das Posting wirklich ins Netz stellen wollt, denn: "Das Internet vergisst nicht!".

Einmal im Internet gelandet, ist es fast unmöglich peinliche und unangenehme Bilder, Postings oder Kommentare zu löschen. Klar: ihr könnt in eurem Account einstellen, wer was auf eurem Profil sehen kann. Aber schnell kann es passieren, dass ihr bei der Veröffentlichung eines Eintrags die falsche Gruppe wählt und dann plötzlich statt 10 Freunden 14.000 Fremde zu eurer Geburtstagsparty erscheinen.

Denkt auch daran, dass es sich bei euren Accounts um Daten handelt, die irgendwo gespeichert sind. Was ist z. B. wenn diese Daten durch Hacker geklaut werden? Und wer garantiert euch, dass eure Freunde nicht einfach das peinliche Bild herunterladen und per E-Mail an andere Personen verschicken?

Jetzt erscheinen euch diese Szenarien eventuell noch harmlos. Was macht es schon, wenn die Informationen im Internet landen und veröffentlich werden? Noch ist es vielleicht halb so wild, aber falls ihr eine Karriere als Manager, Lehrer oder gar Politiker anstrebt, könnt ihr es schwer haben, wenn eure Jugendsünden immernoch im Internet zu finden sind. Wer nimmt schon jemanden ernst, der auf einem Foto mit Blümchen-Zeichnungen im Gesicht in einer Ecke liegt - frei nach dem Spruch "wer einschläft wird angemalt"?

Ihr seht: was heute noch ein witziges Posting für eure Freunde ist, kann sich morgen schon negativ auf eure Zukunft auswirken. Überlegt euch also immer, welche Informationen ihr von euch wirklich preisgeben solltet und welchen Eindruck ihr mit eurem Verhalten in Sozialen Netzwerken hinterlasst!