01.05.2011

Bewerbung ist der halbe Job

Bewerbung kommt von Werbung. Nur: Kommt die Botschaft auch an? Was ihr tun, wissen und besser lassen solltet.

5 Sätze, die in eurer Bewerbung auf keinen Fall stehen sollten

  • „Lieber zukünftiger Arbeitgeber!“ 
  • „Meine Hobbys sind Lesen, Rad fahren und Freunde treffen.“ 
  • „Ausgezeichnete Computerkenntnisse sind vorhanden (Word, Excel)“
  • „Ich gehe davon aus, dass Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen und schlage folgende Termine vor: ...“
  • „Auf Empfehlung eines Arbeitskollegen meiner Mutti möchte ich mich bei Ihnen bewerben.“

5 kuriose Berufsbezeichnungen

  • Abfüller: Nein, ihr werdet nicht an der Anzahl der betrunkenen Mitarbeiter gemessen. Euer Job ist es, Maschinen zu bedienen, die Lebensmittel und Getränke in Gefäße abfüllen.
  • E-Mail-Agent: Wer sich jetzt vorstellt, als James Bond durchs Netz zu jagen, der war wohl bisher mehr im Kino als in der Arbeitsagentur. Als E-Mail-Agent bearbeitet ihr alle Mails eines Unternehmens, die über die Internetseiten hereinströmen.
  • Genussmittelkoster: Die Zunge und die Nase sollten eure besten Organe sein, denn Genussmittelkoster prüfen, wie gut Zigaretten, alkoholische Getränke, Kaffee oder Tee schmecken.
  • Unterrichtspfleger/schwester: Eine traumhafte Vorstellung – in jeder Schulstunde steht ein Pfleger bereit, der wahlweise Schlafkissen oder Getränke eurer Wahl reicht. Mit der Realität des Unterrichtspflegers hat das nichts zu tun: Diese unterrichten werdende Krankenpfleger in der Berufsschule.
  • Miederwarennäher: Mit diesem Job seid ihr bei jeder Geburtstagsfeier und auf jedem Klassentreffen der absolute Renner: Miederwarennäher stellen Korsetts, Umstandsgürtel und Büstenhalter her.

5 wichtige Links

  • www.borakel.de: Ein kostenloser Onlinetest, um den passenden Beruf oder das perfekte Studienfach zu finden.
  • berufenet.arbeitsagentur.de: das Netzwerk für Berufe
  • www.bildungsserver.de: Links zu allen relevanten Themen um Studium und Ausbildung. Von Stipendien für behinderte Studenten bis zu Informationen über das Freiwillige Ökologische Jahr. 
  • www.das-ranking.de: Ausführliche Erklärungen zu 30 Studienfächern und ein großes und aktuelles Ranking, um die beste Uni für eurer Fach zu finden. 
  • www.das-neue-bafoeg.de: Alle Infos zum Bafög und einen Schnellrechner, um herauszufinden, mit viel Unterstützung ihr voraussichtlich rechnen könnt.

Die 5 häufigsten Ausbildungsberufe bei Jungs

  • Kraftfahrzeugmechatroniker
  • Industriemechaniker
  • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
  • Elektroniker-Energie-Gebäudetechnik
  • Kaufmann im Einzelhandel

Die 5 häufigsten Ausbildungsberufe bei Mädchen

  • Bürokauffrau
  • Arzthelferin
  • Kauffrau im Einzelhandel
  • Friseurin
  • Zahnmedizinische Fachangestellte

5 Dinge, die euch in der Bewerbung niemals passieren dürfen

  • Den Name des Unternehmens falsch schreiben.
  • Sich für die falschen Berufe bewerben. „Bei uns haben sich schon Leute um eine Ausbildung zur Chemielaboratin beworben, obwohl wir diese Ausbildung überhaupt nicht anbieten“, erklärt Katrin Grimmer von der Personalabteilung der DaimlerChrysler Vertriebs GmbH Leipzig.
  • Euer Anschreiben sieht aus wie ein Schmierzettel. „Ich habe schon Bewerbungen gekriegt, die waren zwei Mal gefaltet und auf kariertem Papier“, sagt Katrin Grimmer.
  • Den Anhang vergessen. "Wir achten sehr darauf, dass eingereichte Unterlagen vollständig sind. Sollte zum Beispiel ein Abschlusszeugnis vor dem Ende einer Bewerbungsfrist noch nicht vorliegen, dann erwarten wir, dass dieses Dokument unaufgefordert nachgeschickt wird", sagt Christoph Görtz von der Personalabteilung der Volkswagen AG.
  • Eine Standardbewerbung aus dem Netz kopieren. Sicherlich ist die Versuchung groß, Textmuster aus dem Internet herunterzuladen. Uns ist aber viel wichtiger, dass ein Bewerber mit eigenen Formulierungen überzeugen und begeistern kann“, sagt Christoph Görtz.

5 Eigenschaften, die Chefs verlangen

  • Kommunikativ. So ganz ohne Sprechen sind nur wenige erfolgreich: Mr. Bean, Schweigemönche, Pantomimen.
  • Teamfähig. „Gemeinsam sind wir stark“ – das zählt nicht nur im Sportunterricht, sondern auch auf Arbeit. Ihr werdet überall irgendwann mit irgendwem zusammenarbeiten müssen, ob ihr die Menschen leiden könnt, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
  • Verantwortungsbewusst. Jeder hat eine Verantwortung – der Pilot genauso wie der Briefbote.
  • Engagiert. Wer erfolgreich sein will, muss selbst Ideen einbringen und Dinge freiwillig erledigen.
  • Konstruktiv. Ihr müsst euch streiten können, ohne beleidigend zu werden und Probleme eigenständig lösen. Wer wegen jeder kritischen E-Mail zum Chef rennt, wird schnell ins Archiv geschickt.

5 Gründe, warum ihr nirgends einen Ausbildungsplatz finden werdet

  • Ihr tragt zum Bewerbungsgespräch eurer Konfirmationskleid („Mutti hat gesagt, ich muss schick aussehen.“)
  • Ihr verwechselt regelmäßig den Namen eures Ausbildungsbetriebes im Einstellungsgespräch: „Wie sind die Arbeitszeiten hier bei Kaufland äh Netto?“
  • In eurem Bewerbungsschreiben steht bei Krankheiten „Ergophobie“ - die Angst vor Arbeit.
  • Ihr habt euren ehemaligen Arbeitgeber in der Öffentlichkeit als Ausbeuter bezeichnet, weil ihr nur 15 von 20 Überstunden absetzen durftet.
  • Ihr vergleicht euren zukünftigen Chef mit Bernd Stromberg.

Anne Hähnig