11.03.2021

Ausbildung in Corona-Zeiten: Azubis absolvieren erfolgreich ihre Prüfungenungen

513 Lehrlinge im ostsächsischen Handwerk haben in diesem Winter ihre Gesellenprüfungen bestanden

Die Erfolgsquote bei den Prüfungen im ostsächsischen Handwerk bleibt trotz der Herausforderungen durch die Corona-Krise hoch. Unter strengen Hygienevorschriften haben in den vergangenen Wochen insgesamt 618 Gesellenprüfungen im Kammerbezirk Dresden stattgefunden. Das waren in etwa genauso viele wie im Vorjahr.

Positive Erkenntnis: Die Quote der bestandenen Prüfungen liegt trotz aller Corona-Widrigkeiten wie zum Beispiel dem Ausfall von Präsenzunterricht bei 83 Prozent – genau wie im Winterprüfungszeitraum 2019/2020. Insgesamt 513 Frauen und Männer haben damit ihre Lehre erfolgreich absolviert.

„Das Ergebnis zeigt, dass sich die Anstrengungen der Auszubildenden, der Ausbilder in den Betrieben und der Pädagogen in den Schulen lohnen“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Und es zeigt, dass die duale Ausbildung auch unter den sehr schwierigen Rahmenbedingungen der Pandemie funktioniert. Wichtig ist uns dabei, dass den Abschlüssen keine Corona-Makel anhaftet. Die Prüfungsanforderungen an die Azubis waren genauso hoch wie in den Vorjahren.“

Für die Durchführungen der Prüfungen mussten in diesem Jahr besondere Herausforderungen gestemmt werden. So verlangten die strengen Hygiene- und Abstandsregeln u. a. besondere Raumkonzepte und einen Mehraufwand von den ehrenamtlichen Prüfern.

Die meisten Abschlüsse dieser höherqualifizierenden Berufsbildung gab es 2020 in den Berufen Kfz-Techniker, Karosserie- und Fahrzeugbauer sowie Elektrotechniker. Durch Neuzugänge quantitativ gestärkt wurden darüber hinaus vor allem Zimmerer, Metallbauer, Bäcker sowie Friseure. – Sachsens ältester Absolvent des Jahrgangs ist ein Elektromechanikermeister aus Chemnitz (geb. 1964); der jüngste Absolvent (geb. 2000) ist eine Frau: eine Meisterin im Maler- und Lackiererhandwerk aus Reichenbach/Vogtland.

Den Meistertitel im Handwerk – über alle Gewerbegruppen hinweg – erlangten damit in Sachsen seit 1990 nahezu 41.000 Handwerkerinnen und Handwerker. Aktuell sind in Freistaat rund 56.500 Handwerksbetriebe und handwerksähnliche Gewerbe gemeldet, in denen insgesamt mehr als 300.000 Menschen beschäftigt sind.